Therapieformen
Akupunktur ist ein Behandlungskonzept der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). TCM beruht auf einem äußerst differenzierten Weltbild. Im Laufe der Jahrtausende wurde in Asien ein ausgefeiltes Erklärungsmodell für das Zusammenspiel von Natur und Mensch entwickelt. Es basiert auf der Lehre von Yin und Yang und wurde später durch die Fünf-Elemente-Lehre und die Lehre von den Meridianen (Energieleitbahnen) ergänzt. Sie geht von Lebensenergien des Körpers aus (Qi), die auf den Meridianen zirkulieren und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen haben.

Laut TCM existiert nichts ohne sein Gegenteil und somit kann nur das Gleichgewicht der „goldenen Mitte“ zu Gesundheit und Zufriedenheit führen. In diesem Sinne ist die Traditionelle Chinesische Medizin eine Therapie des Ausgleichs.

Mithilfe feiner Akupunkturnadelnadeln werden, je nach Beschwerdemuster, gezielt Punkte auf den Meridianen gestochen. Der Einstich an sich ist schmerzarm. Die Nadeln bewirken die Harmonisierung des Energieflusses, lösen Blockaden bzw. Stauungen in der Energiezirkulation der Meridiane.

Die anfängliche Scheu vor den Nadeln ist schnell überwunden. Sie erreichen einen Entspannungszustand, welcher der Heilung förderlich ist und die Wirkung der Nadeln unterstützt.

Je nach Beschwerdemuster wird die Akupunkturbehandlung noch durch eine Erwärmung mittels Beifuß (Moxibustion) ergänzt.

Traditionell wird in der chinesischen Medizin zusätzlich zur Akupunktur und Moxibustion viel mit Kräutern und Ernährungsempfehlungen gearbeitet. Ich bin der Meinung, dass sich unsere europäische Pflanzenheilkunde wunderbar in dieses Konzept integrieren lässt und verzichte daher bewusst auf den Einsatz unbekannter, zum Teil sehr teurer chinesischer Pflanzen. Stattdessen arbeite ich vorwiegend mit einheimischen Kräutern. Eine Ausnahme hierbei stellen jedoch beispielsweise Zimt, Ginseng oder Ingwer dar. Diese Zutaten sind aber allesamt bekannt, leicht verfügbar und werden gut akzeptiert.

Ablauf einer Akupunktur-Behandlung:

In einem Erstgespräch und einer körperlichen Untersuchung werden alle ihre Beschwerden erfasst. Sie machen es sich auf der Behandlungsliege bequem. Die für Sie wichtigen Akupunkturpunkte werden gestochen, wobei wir in ständiger Kommunikation bleiben und Ihre Reaktionen und Empfindungen erste Priorität haben. Die Nadeln werden während der Behandlung zum Teil mehrfach nachstimuliert und verbleiben, je nach Grundproblematik zwischen wenigen Minuten oder bis zu einer Stunde im Einstichpunkt. Selbstverständlich erkläre ich Ihnen gerne, weshalb welcher Punk bei Ihnen gestochen wird.